Regionalwettbewerb "Jugend forscht" (25. Februar 2010)
Gekürzter Auszug aus der Stendaler Volksstimme / Der Altmärker vom 26.02.2010
"Schlaue Fliegen und gestresste Schweine machen neugierig"
Von Nora Knappe und Katrin Wurm (Volksstimme)
Einmal im Jahr verwandelt sich die Katharinenkirche in ein großes Demonstrationslabor. Schüler stellen ihre Projekte im Rahmen von „Jugend forscht" vor. Gestern zeigten rund 70 junge Leute, was sie sich in den Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik ausgedacht haben.
Lernt besser, wer gut frühstückt? Warum fressen Florfliegenlarven lieber schwarze Blattläuse? Wie wirkt sich Stress vor dem Schlachten auf die Qualität von Schweinefleisch aus? Vor allem Fragen aus der Biologie sind es diesmal, die sich Schüler aus der Altmark, aus Magdeburg, Staßfurt und dem Harz für der Regionalwettbewerb „Jugeng forscht” gestellt haben. Etwa 70 junge Leute im Alter von 8 bis 19 Jahren haben statt Flausen Ideen im Kopf. Richtig gute Ideen, die so manche Praktiker und Professoren staunen lassen. So gut, dass sieben erste Plätze an altmärkische Teilnehmer gingen.
„Es ist toll zu sehen, welche Gedanken sich Schüler machen", sagt eine Besucherin „Viele Fragen sind mitten aus dem Leben gegriffen. …"
Was kann man tun, damit das Licht des Gegenverkehrs nicht blendet? Darüber haben sich Vivien Zahn und Patrick Günther vom Winckelmann-Gymnasium Gedanken gemacht und einen 1. Preis bekommen. Ihre Idee: Polarisationsfolie an Scheibe und Scheinwerfer.   Foto: Moritz
Dass manche dieser Ideen vielleicht nicht zum ersten Mal gedacht werden, ist dabei zweitrangig. Der Forschergeist und die Lust am Finden von Lösungen für Alltagsprobleme steht im Vordergrund. Und so sind auch Vivien Zahn und Patrick Günther motiviert, ihre Idee weiterzuentwickeln. Die Winkelmann-Gymnasiasten haben sich überlegt, wie man das leidige Problem des blendenden Gegenverkehrs lösen könnte. Polarisationsfolie war die Antwort. „Leider konnten wir das nicht als Patent anmelden", sagt Vivien, "da es schon eine Entwicklung gibt; die auf einem ähnlichen System basiert" Ihr Lohn: Platz 1.
Wie nebenbei entstehen die Projekte manchmal im Unterricht. Die jungen Leute, die für „Jugend forscht" oder „Schüler experimentieren" tüfteln, sind in Gedanken immer schon einen Schritt weiter. Dass sich das lohnt, haben auch Stendaler Schüler schon erfahren, die es bis in den Bundeswettbewerb schafften.
Bestätigt bekamen das gestern nicht nur, die, die zu Regionalsiegern gekürt wurden. Sondern zum Beispiel auch Nora Müller und Lisa Neidhardt. Die beiden Winckelmann-Gymnasiastinnen erhielten den Sonderpreis des Oberbürgermeisters der Stadt Stendal.
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Die Teilnehmer des Winckelmann-Gymnasiums waren:
  • Vivien Zahn, Patrick Günther, Felix Otte: Auswirkung von Mundhygieneartikeln auf die Mundflora (1. Platz)
  • Martin Fischer, Dustin Saitzek: Visualisierung von Brüchen (1. Platz)
  • Vivien Zahn, Patrick Günther: System zur Vermeidung der Gegenlichtblendung im Straßenverkehr (1. Platz)
  • Lisa Neidhard, Nora Müller: Konstruktion zur Prävention von Hagelschäden bei Röhrenkollektoren (2. Platz)
Bild: Bromann (SonntagsNachrichten)
SonntagsNachrichten: Nora Müller (l.) und Lisa Neidhardt waren zum dritten Mal bei "Jugend forscht" dabei. Sie zeigten neben ihrem offiziellen Modell auch das Vorgängermodell, dass sich als nicht brauchbar herausstellte. Foto: Bromann
 

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