Im Zuge einer Exkursion haben die 12. Klassen am 28.11.2018 die Gelegenheit erhalten, die Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen in Oranienburg besichtigen zu können. Die finanzielle Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen-Anhalt hat diese eintägige Studienfahrt ermöglicht. Begleitet wurden die 12. Klassen dabei von den Kollegen der Geschichtslehrerschaft Frau Zehler sowie Herrn Lichner und unserer Fremdsprachenassistentin Marine. In kleineren Gruppen wurden wir von Mitarbeitern der Gedenkstätte über die Anlage geführt und hatten dabei die Möglichkeit, alle Fragen zu stellen, die uns beschäftigten. So besichtigten wir beispielsweise den Appellplatz und die Baracken, in denen die Häftlinge untergebracht waren. Durch die ausführlichen Erklärungen der Mitarbeiter erhielten wir einen umfassenden Einblick in den Alltag der Häftlinge und das Leid, das ihnen durch die Nationalsozialisten zugefügt wurde. Im Gedächtnis blieb dabei neben den unmenschlichen Lebensbedingungen vor allem die Art und Weise, wie Tod und Unterdrückung im Konzentrationslager organisiert waren, vom „Schreibtischtäter“ der Lagerverwaltung bis hin zu den Aufsehern. Durch die unmittelbare Nähe zur Anlage wurde die Geschichte sehr greifbar, was vor allem das Betrachten von „Station Z“ zu einer erschütternden Erfahrung machte. Die gewonnenen Eindrücke waren zwar interessant, aber genauso bedrückend. So beendeten wir den Rundgang mit gemischten Gefühlen. Wir verließen die Gedenkstätte jedoch nicht, ohne vorher einen Blumenstrauß an einem Denkmal für die Opfer des Konzentrationslagers niederzulegen. Mit einer Schweigeminute gedachten wir der Opfer des Nationalsozialismus. Die gewonnen Informationen und Eindrücke waren dann Grundlage für eine Erörterung, in der diskutiert werden sollte, ob ein verpflichtender Besuch solcher Gedenkstätten zur Stärkung des Geschichtsbewusstseins notwendig ist. Philip Pascal Peters, Schüler Klasse 12